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Blumenkohlpuffer mit Blumenkohlschnitzel/ Nuggets

Immer hört man, dass wir Menschen immer mehr Lebensmittel und generell überhaupt Essen wegschmeißen und/ oder verderben lassen. Dabei lässt sich soviel verwerten, zubereiten und dann auch noch einfrieren. Wenn es zu frischem Gemüse geht ist die Möglichkeit essbares wegzuschmeißen, und das noch nicht mal bewusst, noch viel größer. Das liegt vor allem daran, dass wir meist gar nicht wissen was überhaupt alles essbar ist. Also welche Teile, Blätter, Strunk, etc. einer Pflanze oder von Obst/ Gemüse ist genießbar?

Mit dem Kohlrabiblätterspinat hab ich ja schon gezeigt, dass Grün, welches meist weg geworfen wird absolut lecker und gesund sein kann. Bei Kohl ist es ähnlich. Zum Beispiel sind die Blätter und der Strunk bei Brokkoli oder Blumenkohl voll von Nährstoffen, kalorienarm und natürlich essbar. Dazu kommt, der sehr intensive Geschmack. Muss man natürlich mögen aber probieren schadet ja nicht.

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Das Ziel war heute also einen Blumenkohl zu zerlegen und komplett zu verspeisen. Das Ergebnis waren Blumenkohlschnitzel aus dem eigentlichen Kohlkopf und Puffer aus den Blättern. Das Rezept ist demnach auch zweigeteilt, kann aber gleichzeitig zubereitet werden.

Zutaten Blumenkohlschnitzel: 

Einen großen Blumenkohl (am besten Bio) mit Grün

Für die Panade:

c.a. 150 – 200 g Mehl

2 EL Hefeflocken

Salz/ Pfeffer/ Knoblauchpulver/ Paprikapulver

90 – 100 ml Wasser Damit ein recht flüssiger Teig entsteht

Paniermehl

Zutaten Blumenkohlpuffer:

Das komplette Grün des Blumenkohl inkl. Strunk

2 EL Weizenmehl

2 EL Maismehl (bei einer Zöliakie können auch 4 EL eines glutenfreien Mehls verwendet werden)

1/2 TL Johannisbrotkernmehl (weniger OK mehr auf keinen Fall)

Salz und Pfeffer

Gewürze nach Wahl (bspw. Knoblauchgranulat oder frischen Knoblauch, Zwiebel, Paprikapulver, Oregano, …)

Zubereitung

Als erstes einen Topf, der groß genug ist den kompletten Blumenkohl zu fassen, etwa einen Daumen breit mit Wasser füllen Blumenkohl rein legen, Deckel drauf und etwa 10-15 Minuten köcheln lassen. Immer mal prüfen wie durch der Blumenkohl ist. Er sollte nicht auseinander fallen.

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Jetzt den Strunk in kleine Stücke schneiden, zusammen mit den Blättern in eine Küchenmaschine geben und auf höchster Stufe schreddern. Immer mal wieder die Geschwindigkeit variieren und mit nem Löffel alles so mischen, dass eine gleichmäßige Masse herauskommt.  2013-10-21 16.32.06

Jetzt könnte man mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und etwas Essig einen leckeren Krautsalat machen. Allerdings solls ja Puffer geben. Das Mehl und das Johannisbrotkernmehl dazu geben und die Masse gut würzen. Anschließend alles nochmal durchmischen, in eine Schüssel geben und nochmal mit den Händen gut durchkneten. Jetzt die Masse ruhen lassen bis die Schnitzel paniert sind.

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Jetzt den Blumenkohl in Schreiben schneiden und zur Seite legen. Abgefallene Röschen können als Nuggets mit paniert werden. Alle Zutaten für die Panade zusammen geben und mit dem Wasser anrühren. Wenn der Teig am Löffel herunter läuft und nicht viel kleben bleibt ist die Konsistenz richtig (solltet ihr eine dickere Panade bevorzugen, sorgt mit mehr Mehl dafür, dass der Teig dicker ist). Die Masse rührt ihr am besten in einem tiefen Teller an und gebt auf einen zweiten das Paniermehl. jetzt alles vorsichtig im Teig und anschließend im Mehl wälzen. Sollte der Teig nicht reichen, einfach neu anrühren.

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Nun ordentlich Öl/ Bratfett/ Kokosfett (was ihr fürs braten so nehmt) in einer Pfanne auf höchster Stufe erhitzen. Wenn ihr das Öl etwas aromatisieren wollt, legt zwei zerdrückte Knoblauchzehen mit ins Öl, die ihr nach dem Bratvorgang weg werft. Wenn die Schnitzel drin liegen dreht ihr um zwei Stufen runter, damit die Schnitzel nicht zu dunkel werden.
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Wenn die Schnitzel fertig sind nehmt entweder die gleiche Pfanne und packt frisches Öl hinein oder nehmt eine neue Pfanne mit Öl. Aus der Masse nun kleine Puffer mit der Hand formen und direkt in die heiße Pfanne legen. Solange braten, bis sie von beiden Seiten knusprig braun sind (früher raus geht natürlich auch). 2013-10-21 17.29.38

Wenn ihr noch Gemüse übrig habt haut das in die gleiche Pfanne wie die Puffer (Ich hab Zucchini, Tomaten und Zwiebeln angebraten und dazu noch Soyanade mit getrockneten Tomaten gegeben) oder macht einen leckeren Salat zu allem.

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– GUTEN APPETIT –

1 Kommentare

  1. Danke für den Hinweis – ich hätte mir zwar vorstellen können, dass man das Grün (wie auch das von Radieschen übrigens) essen kann, hab mich aber noch nicht ran getraut. Werde ich auf jeden Fall probieren! 🙂
    Liebe Grüße

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