Beitragsbild: Das war das MAMPF 2017 - Umsturzvegan - Jan Peifer Blog, Podcast und mehr

Düsseldorf MAMPFt!

Es wird wieder Weihnachten. Und wie auch schon in den letzten zwei Jahren, wird die besinnliche Adventszeit mit dem MAMPF eingeleitet. Das was? Das MAMPF ist DER vegane Adventsbasar, der in Düsseldorf seit 2015 nachhaltige, vegane Unternehmen und interessierte Besucher*innen zusammen bringt.

Da wir dieses Jahr mit Rabbit Revolution keinen Stand hatten, konnte ich mir als Gast mal so richtig Zeit lassen, mich durch das breite Angebot futtern und viele tolle Gespräche führen. Und ich muss sagen: RESPEKT. Das MAMPF wächst jedes Jahr ein wenig mehr und bekommt immer mehr Zulauf. Klar, dass es da auch mal etwas enger wird und man an dem ein oder anderen Stand etwas länger warten muss. Insgesamt zeigt der Andrang, dass das Interesse am Veganismus wächst, dass immer mehr Menschen Tierhaltung sowie Produktionsbedingungen hinterfragen und sich für eine Alternative zu der omnivoren Ernährung interessieren. Dass es auch ankommt, zeigen mal wieder die Berichte der Rheinischen Post und der WZ. Vegan wird Mainstream und das ist neben einigen unschönen Nebeneffekten, wie beispielsweise dem Verdrängen von kleinen Unternehmen durch große Firmen, erst einmal eine richtig gute Sache.

Bild: Bloggertreff MAMPF Froilein Fux, The Vegan Foodnerd, Herzfood, Monsieur Fux A Cute Vegan Rehkitz
Bloggermeetup v.r.n.l.: Anja (Vegan Foodnerd), Daniela (A Cute Vegan Rehkitz), Bianka (Herzfood), Karina (Froilein Fux), Dennis (Monsieur Fux) und meine Wenigkeit.

Dementsprechend gut gelaunt drängelte ich mich durch die Menschen, besuchte Freundinnen und Freunde. Hatte ein spontanes Bloggertreffen mit den Großartigen Menschen hinter The Vegan Foodnerd, Froilein Fux, A Cute Vegan Rehkitz, Herzfood und Kind of Vegan. Außerdem tauchten immer wieder bekannte Gesichter und Freunde aus den verschiedensten Ecken auf. So, dass ich nicht alleine auf mein Essen warten musste. Bestellt habe ich unter anderem wie jedes Jahr von der großartigen Kyung Ah vom Kimbap Spot, der hoffentlich ganz bald endlich ein fertiges Ladenlokal in Bochum bekommt und dann auch flott nach Düsseldorf zieht. 😉

Auch beim MAMPF war nicht alles perfekt

Natürlich war nicht alles eitel Sonnenschein. Für mich persönlich hätte es gerne etwas weihnachtlicher sein können. Zwischendurch mal ein Weihnachtslied (Ska, Ska Punk, Punk Rock, Rockabilly, Irish Folk) oder etwas mehr Deko. Aber hey. Noch ist ja nicht mal der erste Advent und es wäre ein „nice to have“. Und bevor man schon am 1.12. keinen Bock mehr auf Weihnachten hat, macht man es vielleicht wirklich besser mit etwas weniger Dekozeug.

Ein weiterer vermeintlicher Kritikpunkt, der vor allem in vielen veganen Gruppen und auch auf der MAMPF Eventseite auf Facebook die Runde gemacht hat, ist die lange Wartezeit. Klar wartet man bei knapp 2.000 Menschen an der ein oder anderen Stelle etwas länger. Und klar sind manche Speisen schneller zubereitet als andere. Und gegen defekte Küchengeräte ist auch kein Kraut gewachsen. Aber wer wirklich nur zum Essen kommt, wovon ich bei den vielen tollen Austeller*innen echt abrate, der/die sollte und das ist auf großen Messen meist ähnlich, direkt am Anfang zu den Ständen kommen. Ich hab ohne große Wartezeit zum Mittag hin leckeres Gemüse Tempura von der gute Heinrich bekommen. Leider mit 6 € etwas teuer aber da hat man dann ja auch neben den Kosten für das Gemüse noch Anfahrt, Transport, Standmiete und Gehalt für die Mitarbeiterinnen drin. Insofern: alles gut.

MAMPF Glühwein unter Bloggern auf dem MAMPF im ZAKK Düsseldorf 2017
Lecker Glühwein ohne lange Schlange. Man muss eben Prioritäten setzen

Kritik muss sein!

Kritik ist wichtig! Was aber teils auf Facebook gepostet wurde, entbehrt zu oft jeder sachlichen Grundlage. Leider verkommt das (a)soziale Netzwerk immer mehr zur Schlechte-Laune-Schleuder und das Gemecker von vielen dort, hat mit sachlicher und/oder konstruktiver Kritik nicht viel zu tun. Was viele Nörgler vergessen ist, dass hinter dem MAMPF Menschen stehen, die das Ganze aus Idealismus und Spaß neben ihren eigentlichen Jobs organisieren.

Außerdem ist das ZAKK eben kein rein veganer Laden, kein AZ und kein Privathaushalt, sondern eine Eventlocation, die von allen möglichen Menschen zu allen möglichen Events besucht wird. Dass dann auch Missgeschicke passieren, wie bspw. Kuhmilch auf dem Tresen, ist zwar doof, aber lässt sich halt nicht immer vermeiden. Aber anstatt sich hinterher zu beschweren und den Veranstaltern Heuchelei vorzuwerfen, o.ä. kann man auch mal schnell bspw. an der Kasse Bescheid geben. Einfach kurz mithelfen. Zack fertig! Es ist echt schade, dass gerade im Nachgang unsinnige und unsachliche Kritik die Rückschau bestimmt.

MAMPF Volles Haus im Zakk
Dicht an dicht. Knapp 2.000 Menschen waren am 26. November beim MAMPF im ZAKK dabei.

MAMPF dich glücklich!

Adrian, du machst einen super Job! Du hast das Angebot in Düsseldorf enorm bereichert und die veganen Unternehmen aus der Stadt und der Umgebung ins Rampenlicht gerückt. Wir haben mit Rabbit Revolution bei euch immer den meisten Umsatz gemacht und es ist auch ohne Label, wie ein riesiges Klassentreffen. Klar knarzt es hier und da mal und ja, es könnte für meinen Geschmack auch gerne etwas weihnachtlicher sein. Aber in erster Linie freu ich mich, dass große Zeitungen über das MAMPF berichten. Dass viele Menschen kommen, die vielleicht das erste Mal vegan essen und dass es anders, als bei größeren Veranstaltungen keinen Raum für Parteien, etc. gibt und trotzdem Tierrechtsorganisationen genug Präsentationsfläche hatten.

MAMPF Vegan Adventsbasar mit dem besten koreanischen Soulfood Kimbap Spot
MAMPF Vegan Adventsbasar mit dem besten koreanischen Soulfood von Kimbap Spot!

Im nächsten Jahr muss sicher hier und da nochmal was umgestellt und korrigiert werden. Aber hey, so eine Messe, so ein Event, kommt eben nicht von ungefähr. Und all die, die meckern, sollten sich mal vor Augen führen, wie viel Aufwand hinter dem ganzen Event, hinter jedem einzelnen Unternehmen und hinter jedem Stand steckt.

Und ganz zum Schluss noch etwas, was eigentlich alle Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben sollten: Der Ton macht die Musik! Und der kann, abseits der Musik auch gerne etwas weihnachtlicher sein. 😉

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