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Mein Messewochenende Teil 2: Frankfurter Buchmesse

Buchmesse Frankfurt: Gesammelte Mitbringsel

Nachdem ihr am Montag bereits lesen konntet, wie es mir auf der Veggie World in Düsseldorf gefallen hat, folgt jetzt ein kurzer Bericht zur Frankfurter Buchmesse. Die einfach nur riesig und großartig war. 

Klar, das ist eine sehr subjektive Bewertung. Aber in meinen Augen sprengt diese Messe einfach alles. So gut wie alle Veranstaltungen, die ich dieses Jahr besucht habe. Klar die Veggie World ist super und auch die fair & friends war nett. Aber gegen dieses gewaltige Event in Frankfurt sieht leider jede vegane Veranstaltung aus wie ein Kindergeburtstag. Auch wenn es sich drastisch anhört, aber die Größenvergleiche sind ansonsten schwerlich darstellbar. 😉

Auf nach Frankfurt – Auf zur Parkplatzsuche

Los ging es für uns schon Morgens um 7 Uhr. Wir wurden abgeholt und sind in knappen 3 Stunden nach Frankfurt gedüst. Sicher geht das schneller, aber man soll ja auch nicht übertreiben. In Frankfurt angekommen, der erste Schock. Konnte man auf der Veggie World sein Auto für 3 € parken, wollte das offizielle Parkhaus an der Messe in Frankfurt unverschämte 29 € für einen Tag. Es tut mir leid, aber liebe Verantwortliche: Wie kann man so gierig und unverschämt sein. Ein Zehner hätte es auch getan! DREIST! Aber auf dem Weg zu einem alternativen Standort haben wir dem Ganzen ein Schnippchen geschlagen und etwa 5 Minuten Fußweg von der Messe einen kostenfreien Parkplatz ergattert.

Rein ins Getümmel

Die Buchmesse ist ein kleiner Kosmos für sich. Und so sollte man nicht erstaunt sein, wenn einem eine unfassbare Menge Cossplayer (diese Typen, die sich wie Comicfiguren, meist Mangadarsteller*innen verkleiden) die Plätze vor der Garderobe oder der Kasse streitig machen. Ich kann dieser „Subkultur“ absolut Nichts abgewinnen und bin immer wieder genervt, wenn es hier in Düsseldorf (klein Japan) am Wochenende zu den regelmäßigen Treffen dieser verkannten Karnevalisten kommt. Aber naja. Leben und leben lassen.

Nach dem Durchqueren der „Sicherheitsschleuse“ ging es erst einmal auf eine Rolltreppe nach unten, bevor wir nach rechts in Halle 4.1 abgebogen sind. Halle 4 verfügt über drei Etagen. Drei riesige Etagen. VOLLER BÜCHER! Es ist wie das Eintauchen in ein großes Meer aus Seiten. Naja nicht ganz so pathetisch, aber auch wenn der Andrang hier nicht so groß war wie in Halle 3, kann man sich dort zwischen den ganzen Messeständen wirklich sehr gut verlieren. Aber zurück zu Halle 4.1. Hier sind unter anderem die alternativen Verlage beheimatet. Besonders gefallen hat mir hier der Stand des Reprodukt – Verlages. Graphic Novels, Comics und Bilderbücher. Richtig gut.

Eine Etage tiefer hatten diverse internationale Verlage ihre Stände aufgebaut. Hier waren vor allem der Stand des Gastlandes Indonesien und der kleine Stand der Philippinen für uns interessant.

Auf zum Mainstream

Nach dem Ausflug ins Ausland trafen wir uns auf ein Gespräch und eine erste Pause mit der veganen Bloggerin Natalie, die leider vor kurzem ihren Blog Dnkn hlft beerdigt hat. Gerne bald wieder. Aber dann mit was zu futtern. Danach ging es in Halle 3. Im Vergleich zur Messehalle 4 war hier die Hölle los. Drängelnde Massen, lange Schlangen und vieeeele vieeeele Bücher. Leider ein paar Bücher zuviel. Ich hätte gerne in so viele Kochbücher rein geschaut, Romane quer gelesen und ein paar mehr Comics gespottet. Generell lassen sich aber ein paar Trends ausmachen. Zumindest bei den Sachbüchern geht es stark in Richtung Entschleunigung und Meditation. Vielleicht entspannt sich so auch manch besorgter Bürger ein wenig. Bei den Kochbüchern schreit alles nach Clean Eating. Interessant was da noch kommt.

Gut besucht: Der EMF Stand

Gut besucht: Der EMF Stand

Aber auch wenn nicht alles möglich war haben wir uns die Zeit genommen uns ein paar der Stände genauer zu begutachten. Dazu gehörte auch einer meiner liebsten „Kreativ-Verlage“. Im Ernst. Wenn ihr Bock auf handwerkliche Arbeit habt, gerne häkelt oder euch für Streetart interessiert. Bei EMF (Edition Michael Fischer) findet ihr echt eine sehr gute Auswahl. Sogar vegane Kochbücher hat man dort auf Lager. Nachdem wir also den Stand dort auseinander genommen hatten, ging es weiter durch die Massen. Bei Jacoby Stuart hab ich mir noch die Graphic Novel „Die große Transformation: Klima – kriegen wir noch die Kurve?“ gegönnt, bevor wir dann am Carlsen Stand fleißig durch alle möglichen Comics gelesen haben. Hier bin ich dann bei der „Held – Trilogie“ von Flix schwach geworden. Es ist einfach ein zu geiles Comicband. Generell wurde der Comicschwerpunkt in Halle 3 im Vergleich zu den letzten Jahren aber leider enorm zusammen gedampft. Ich hoffe, dass man hier vielleicht noch einmal umdenkt.

Und was ist mit Essen?

Wir hatten uns zwar vor der Abfahrt aus Düsseldorf ein paar Brötchen geschmiert und uns die Getränke von der Veggie World eingepackt, aber ich als Naschnase brauchte natürlich mehr. Leider waren die Preise auf der Messe gesalzen. Es gab zwar vegane Burritos. Die waren aber mit 6,50 € für einen Wrap in MC Doof Größe einfach viel zu übertrieben. Daher haben wir uns dann lecker indonesisches Essen am Indonesischen Pavillon gegönnt.

Nach einem Endspurt durch die politischen und religiösen Verlagsstände in Halle 3.1 (ganz ehrlich: nur bedingt empfehlenswert!) ging es dann zum Ausgang und wieder zurück nach Hause.

Fazit:

Buchmesse Frankfurt: Gesammelte Mitbringsel

Gesammelte Mitbringsel.

Was haben wir von diesem Tag mitgenommen? Unfassbar viele Flyer und Kataloge ^^
Aber mal ehrlich: Nächstes Jahr werden wir versuchen zwei Tage in Frankfurt zu verbringen und uns der Messe zwei Tage lang zu widmen. Ein Tag alleine ist zwar wirklich schön und ein großes Erlebnis. Allerdings muss man deutliche Abstriche machen. Denn in den knapp 8 Stunden, die wir auf dem Messegelände unterwegs waren haben wir bei weitem nicht alles gesehen oder alle Stände besucht.
Das war also mein Messewochenende. Ich werde von diesen drei Tagen noch eine ganze Zeit zehren.

Wenn ihr wissen wollt wie es auf der Veggie World lief, findet ihr hier Teil 1 meines Messewochenendes.

 

2 Kommentare

  1. Pingback: Mein Messewochenende Teil 1: Veggie World Düsseldorf 2015 | Umsturzvegan | Veganes Leben und Cartoons

  2. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann nehme ich seit einiger Zeit so gut wie nichts mehr von der Frankfurter Buchmesse mit. Papier ist schwer, die Messe ist groß, sie ist voll, sie geht lang, und somit sind es ein paar Postkarten, kurze Auflistungen der Neuerscheinungen englischsprachiger Verlage. Ansonsten mache ich mir Notizen, fotografiere hier und da schnell einen Buchtitel, nehme maximal eine Visitenkarte, plaudere im Selfpublishingbereich usw. Aber von den ersten Buchmessen, auf denen ich war, kam ich mit einem Rucksack voll Zeug zurück. Aber dann war ich auch echt geschafft hinterher. Heute schlendere ich nur noch, bin mehrheitlich in fremdsprachigen Hallen und relaxe viel. Das Ding ist zu groß, zu voll und zu hektisch. Aber ich will trotzdem jedes Jahr dahin 🙂

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