Vegan unterwegs
Kommentare 2

Hat sich die Veggie World 2014 in Wiesbaden gelohnt?

Die im Titel gestellte Frage lässt sich für mich jedenfalls in einem Wort beantworten: Jawoll! Aber warum?

Als Vergleichswert für die aktuelle Messe für vegetarisches und veganes Leben dient die Version der Messe, die letztes Jahr in Düsseldorf stattfand. Und die war wirklich um einiges schlechter. Also nicht, dass ich dort keinen Spaß gehabt hätte. Es war ein wunderbares Wochenende in Düsseldorf, vor allem mit und dank der Crew des Veganz aus Berlin für die ich mit meiner Freundin das Wochenende über am Stand geschuftet hab. Aber es war alles zu eng, zu klein, zu stickig und das bei einer gefühlten Deckenhöhe von 2 m. Genau diese Negativpunkte gab es in Wiesbaden nicht. Es war zwar zwischendurch sehr sehr voll. Trotzdem hatte man immer irgendwo einen Stand, der nicht total überlaufen war oder wo man nicht 30 min anstehen musste, um sich die Angebote anschauen zu können. Es war alles weitläufiger, breiter und hat sich besser verteilt. Genau diese Weitläufigkeit hat dafür gesorgt, dass wir etwa 8 Kilometer gelaufen sind. Sagt jedenfalls meine Schrittzähler-App(play.google.com/store/apps/details?id=de.j4velin.pedometer). Und es gab keine Langeweile. Eine abwechslungsreiche Standauswahl, mit Anbietern, die mal mehr mal weniger stark frequentiert waren, mit einem breit gefächerten Angebot, haben die Messer sehr kurzweilig wirken lassen. Von Fleischersatzprodukten, über vegetarisch-vegane Zeitschriften bis hin zu Versandhäusern und Hochleistungsmixerproben. Jede_r hat mit Sicherheit etwas für sich gefunden.

IMG_20140125_222818

Zu meinen persönlichen Highlights will ich euch kurz etwas erzählen:

Da wäre zum einen der unglaublich leckere Fleischersatz von „like meat“ – komischer Name und der kommt (leider) nicht von ungefähr. Die Firma ist unter anderem auch in der Fleischindustrie verwurzelt (www.likemeat.de/) und da muss jede_r selbst entscheiden, ob das unterstützt werden kann. Es ist wie bei den Vegetariaprodukten der Firma Vion (www.vionfood.de/de/sortiment/marken/vegetaria/). Ich finde, dass jede vegane Mahlzeit etwas zum gesamten Prozess beiträgt. Vor allem wenn dadurch eben auch Omnis erreicht werden können, die sonst eben nicht mit veganen Fleischalternativen in Kontakt gekommen wären. Dazu trägt bei, dass man die „like meat“ Produkte (TK) mittlerweile bei Kaisers bekommt. Ich kann aber auch absolut nachvollziehen, wenn man auf so etwas keine Lust hat. Wie ist eure Einstellung dazu?

Zum anderen sind es die vielfältigen Gespräche und geknüpften Kontakte, die man dank der guten Besucherverteilung führen konnte.  Unter anderem haben wir uns länger mit den Menschen von Sea Shepherd unterhalten, haben die großartigen Smoothies von Omniblend probiert und waren begeistert von der Qualität und dem Geschmack der verschiedenen Taifun Tofu Produkte. Darüber hinaus haben wir großartige vegane Mode gesehen, die leider (noch) ziemlich teuer ist. Darunter Sneaker aus Kork (www.inve-vegan.de), Winterschuhe von Hans Vurst (www.hansvurst.de) und eine Jacke von bleed (www.bleed-clothing.com/) leider alles außerhalb meines Preisrahmens. Aber das kann ja vielleicht noch irgendwann mal was werden 😉

Also alles in allem war es ein gelungener Tag, der die mit Hin- und Rückfahrt knapp 7 h Fahrt absolut wert war. Überlegt also beim nächsten Mal nicht lange und wagt einen Besuch. Spart euch aber am Besten die parallel stattfindende Paracelsus-Messe. Diese geballte Ladung Esoterik war für mich nur schwer auszuhalten. Aber da soll ja auch jeder Jeck anders sein.

In diesem Sinn: Danke an den VeBu und ich hoffe, dass es beim nächsten mal noch deutlich mehr vegane Angebote sein werden. Es war mir noch zu viel Vollmilchjoghurt und Käse dabei. Man sollte bevor man kostet immer nachfragen. Das nervt und ist unnötig! Ansonsten aber eine klare Empfehlung.

2 Kommentare

  1. Pingback: Sieben Veggie-Links – mal keine Rezepte » Unverbissen vegetarisch

  2. Ich bin noch Neu-Veganer (seit Apr. ´13) und habe es “aufgegeben”, die ganze Welt verändern zu wollen, denn das geht nicht. Natürlich wäre es wünschenswert wenn vegane Produkte auch ausschließlich in veganen Betrieben hergestellt werden würden, aber das gibt eben die allgemeine Wirtschaft – und unser Konsumverhalten – nicht her.
    Auch die Transparenz in der Industrie ist nicht gegeben – im Endeffekt wissen wir doch gar nicht genau, was wo wie hergestellt wird.
    Kurzum, ich würde es kaufen – denn wie Du schon sagtest, selbst eine vegane Mahlzeit trägt schon etwas bei.

Kommentar verfassen