vegan for fit vegan challenge Tag 3 - umsturzvegan

30-Tage-Challenge: 3. Tag

Es ist schon das Ende des dritten Tages erreicht und ich bin immer noch Tierproduktlos. Unglaublich! Vor allem, weil es auf der Arbeit nur so von Versuchungen wimmelte, denen ich vor Ein paar Wochen noch heillos ausgeliefert gewesen wäre. 
imageAber ich bin standhaft geblieben. Und das zum einen dank des großartigen Matcha-Shakes, der mich ohne groß zu Frühstücken über den Vormittag gebracht hat (das Zeug macht einfach mega satt!) und zum anderen dank der gewaltigen Unterstützung, die man in der offiziellen Facebookgruppe der Challenge bekommt. Auf jede Frage finden sich Antworten und man hat nie wirklich das Gefühl das Gänze alleine durch zu stehen. Großartig! Dabei bleiben Respekt und ein angemessener Ton nicht auf der Strecke. So sollte es überall aussehen.

Aber zurück zur eigentlichen Challenge:

Gestern gab es einen großartigen Tofukräuterquark auf Vollkornbrot zum Frühstück. In einer Konsistenz, die meiner Meinung nach jeden Quark verblassen lässt. Da stellt man sich schnell die Frage wozu man Milchprodukte überhaupt noch braucht. 🙂
Abends haben wir dann das Ofengemüse probiert. Es war einfach viel zu viel. Also soviel und so gut, dass meine Freundin und ich gestern Abend und heute Mittag davon satt geworden sind. Da wären wir aber leider auch bei einem kleinen, nennen wir es mal aufbauschend ‚Problem‘, der Rezepte von Attila Hildmann. Es gibt immer irgendwie zuviel. Bei einem zwei Personen Haushalt ist das kein Problem, sondern übelster Luxus, bei allein lebenden Menschen reicht aber evtl. der Platz in Kühl- und Gefrierschrank nicht. Daher ein kleiner Tipp an alle Single-Challenger: es reicht in den meisten Fällen, wenn ihr die Hälfte der angegebenen Lebensmittel nutzt. Aber am besten alles ausprobieren. Zumindest beim Ofengemüse könnt ihr getrost weniger als angegeben nehmen.

Zum Frühstück gab es heute also Matcha-Shakes und zum snacken ein Brot mit Tofuquark und Räuchertofu. Ein bisschen viel Tofu vielleicht aber lecker allemal. So gut, dass sogar eine meiner Arbeitskolleginnen sich das Rezept sichern wollte. Ich hatte das Buch heute mit auf Arbeit und hab nur einge wenige unqualifizierte Kommentare gehört. Sonst sehr viel Erstaunen darüber, dass man als Veganer ja doch nicht nur verzichten muss. Sehr schön. Die Leute machen sich Gedanken. Zumindest bei mir in der Redaktion. Denn nicht alle Menschen sind so offen für neues. Mir ist das heute wieder bewusst geworden. Ich stand im Düsseldorfer Sternverlag vor den veganen Kochbüchern und blätterte in „Vegan kochen So klappt die Umstellung“ von Celine Steen und Joni Marie Newman, als ein Mann neben mir in Vegan for fit blätterte. Ich empfahl ihm die Challenge mal zu probieren und er schien auch sehr angetan davon, bis seine Frau neben ihm stand und mir sagte, dass sie lieber auf Fit for Roastbeef warte. Ihr Blick, als sie bemerkte, dass ich seit kurzem vegan lebe war fast so, als hätte ich ihr gesagt, dass ich seit kurzem Obdachlos sei. Da fühlt man sich doch gleich doppelt motiviert. Also gab es heute Abend das Sushi aus Vegan for fit zum Abendessen und ich muss sagen, dass ich mehr als überzeugt bin. Der Aufwand wird dem Essen gerecht. Tofu, Pastinaken und Avocado bilden eine solch gelungene Einheit, dass man sich echt fragt warum nicht mal früher jemand auf diese Idee gekommen ist. Aus Ermangelung an großen Seetangblättern haben wir unsere kleinen aufgebraucht und einfach eine Stunde lang gemütlich unser Essen im Baukastenprinzip zusammen gesetzt. Ich bin pappsatt und freu mich jetzt schon wieder auf das nächste Gericht.
Ich habe nicht das Gefühl als müsste ich auf irgendwas verzichten. Vielmehr findet man neue Wege zum Genuss. Und selbst wenn ich nach den 30 Tagen auch mal wieder Nudeln und Fertigprodukte (natürlich vegan) essen werde, so nehme ich auf jeden Fall die Vielfältigkeit der Challengerküche mit. Hundertprozentig besser, als jeden Tag Punkte zu zählen oder sich nur nach einem festen Plan zu ernähren, der einzig und allein eine einseitige Ernährung vorschreibt. Vegan ist vieles, aber sicher keine Mangelernährung!

Hier ein kleiner Zusammenschnitt (leider ohne die Brote)
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