Battlerezept #2 – Tofuhackpastetchen

Und wieder geht es zum kulinarischen „Kleinkrieg“ mit der Arbeitskollegin. Es gilt Hackpasteten, solche mit Tatar oder mit Rinderhack eingewickelt in Blätterteig, zu schlagen. Das sollte machbar sein, vor allem weil Tofu in dem Bereich „Hackfleischersatz“ einiges zu bieten hat. 

Seit ich denken kann liebe ich Blätterteig. Hack in Blätterteig war immer eines meiner absoluten Highlightgerichte. Mit Gewürzketchup (der von Hela scheint, auf jeden Fall nach einem ersten Blick auf die Zutatenliste, vegan) sind sie einfach nur genial simpel und dabei auch noch lecker. Für Parties als Snack oder in groß für Familienfeiern. Diese Blätterteigpasteten sind für alles mögliche geeignet, und kommen auch bei Fleischessern gut an. Aber Blätterteig … war da nicht was? Ach ja. Der wird ja mit viel Butter gemacht. Oder? Naja traditionell schon. Und als ich das Rezept zum ersten Mal ausprobiert habe, dachte ich die Industrie denkt vielleicht auch so und habe vorsichtshalber im Biosupermarkt 3 Pakete TK Blätterteig geholt. Für schmales  Budget absolut nicht zu empfehlen. Aber mittlerweile weiß ich, dass die Industrie trotz mancher Werbeversprechen wenig von Traditionen und Rezepturen hält. Der Blätterteig von tip (erhältlich bei ,- real) ist bspw. absolut ohne Butter, ob er wie es die Zutatenliste vermuten lässt wirklich komplett vegan ist, werde ich mit einer Anfrage bei tip klären. Checkt aber vorsichtshalber immer die Zutatenlisten, denn die Rezepturen können sich jederzeit ändern und guckt mal was andere Hersteller so zu bieten haben. Und ich muss sagen (gut ich habe im Gegensatz zur Kollegin schon vorprobiert), dass ich mit größerem Vorsprung diese Runde gewonnen hab. Nach dem Unentschieden der letzten Runde steht es somit 2:1 für die veganen Gerichte. Warten wir mal die nächsten Runden ab.

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links vegan – rechts omni

REZEPT (etwa 20 min + Einlege- und Backzeit)

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ZUTATEN (für etwa 14 Taschen)

400g Tofu

2 Scheiben Vollkorntoast

500 ml Wasser

1 1/2 EL Gemüsebrühe

1-2 Lorbeerblätter

1 große Zwiebel

2EL süße Sojasauce (gibt es im Asialaden)

60 ml Worcestersauce

Salz/ Pfeffer

2 TL Paprikapulver (bei Bedarf auch gerne scharf)

1 EL Rosmarin (auch getrocknet geht)

100g Tomatenmark

ZUBEREITUNG

Den Tofu längs und quer einschneiden (nicht durchschneiden!) damit die Brühe überall ein wenig Geschmack lässt und der Tofu feucher wird. Jetzt das Wasser (am besten im Wasserkocher) aufkochen und Tofu, Gemüsebrühe und Lorbeerblätter damit übergießen. Salzen, Pfeffern und zugedeckt +- 2h ziehen lassen. (Wenn es schnell gehen muss, könnt ihr auch darauf verzichten, da der Tofu auch durch die weitere Verarbeitung genug Geschmack bekommt) Wasser abgießen und Tofu mit den Händen oder einer Gabel zerkleinern, bis die Konsistenz von Hackfleisch erreicht ist.

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Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Tofu in die Pfanne geben und 3-5 Minuten anbraten, bis nicht mehr soviel Flüssigkeit vorhanden ist. Immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennt. In der Zwischenzeit die Zwiebel in grobe Würfel schneiden. Anschließend die Zwiebelwürfel mit der Worcester- und Sojasauce und dem Paprikapulver zum Tofu hinzugeben und nochmal ordentlich salzen und pfeffern (jeweils c.a. 1-2 EL). Dann das Tomatenmark unterrühren und nochmal zwei bis drei Minuten anbraten. Das Toastbrot in kleine Stücke reißen und mit dem Tofu in einer Schüssel gut vermengen. Das könnt ihr entweder mit euren Händen machen oder, falls ihr euch eure Hände nicht schmutzig machen wollt, nehmt eine Gabel oder einen Löffel dafür.

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Jetzt den Blätterteig ausrollen und mithilfe einer runden Form von etwa 10 cm Durchmesser kleine Kreise ausstechen. Den übrig gebliebenen Teig einfach neu ausrollen und wieder ausstechen. Wenn der Teig rechteckig ist kann man daraus kleine Vierecke schneiden. Dann erspart ihr euch auch das ausrollen, denn es bleibt kein Teig mehr übrig. Jetzt mit einem Esslöffel das Tofuhack auf den Teigscheiben verteilen und vorsichtig zuklappen. Achtet darauf, dass der Teig an der Oberseite nicht zu dünn ist, sonst reißt er beim backen auf. Damit alles gut hält drückt die Ränder sehr fest zusammen. Zum Abschluss geht nochmal mit einer Gabel über den zusammen gepressten Rand, das sieht nett aus und verleiht dem Rand noch mehr Festigkeit. Bevor die Taschen in den Ofen kommen, ritzt mit einem scharfen Messer quer über die Oberseite. So entsteht ein schönes Muster, wenn die Taschen fertig gebacken sind. Nun noch die Oberseiten mit pflanzlicher Milch (Hafer-, Dinkel-, Soja-, Reismilch) bestreichen.

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Jetzt das ganze für 20-25 Minuten bei 200°C (Elektroherd mit Ober- & Unterhitze) in den Ofen.

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Und jetzt guten Appetit! =) 

Das nächste Rezept steht auch schon in den Startlöchern und es wird um mexikanische Teigtaschen gehen. Dabei spielt Quark eine Rolle. Ich bin gespannt, wie ich das hinbekomme. Über Tipps und Produktempfehlungen in den Kommentaren freu ich mich natürlich.

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