Vegan irgendwie lifestyle - umsturzvegan - Jan Peifer

Vegan … irgendwie Lifestyle

Heute kein Zwischenbericht zur 30-Tage-Challenge. Dafür ein paar Gedanken zu anderen Dingen.

Mir geht es nämlich heute unter anderem um das Bestellen von allem möglichen Zeug. Das Internet bietet ja mittlerweile eine ungeahnte Vielfalt an Konsummöglichkeiten und ist dabei unglaublich vielseitig. Wenn ich neue Klamotten brauche schaue ich mittlerweile erst mal bei Amazon oder anderen großen Playern der Internetkaufhausszene. Hier bekommt man von Marken bis No-Name-Kleidung alles. Wo die Sachen herkommen und wie sie produziert wurden spielt selten eine Rolle. So kauft man passend zu den Lederschuhen mit der Kuhhaut aus Indien noch eine Hose mit Chemie aus Pakistan. Wir wissen kaum etwas über die Inhaltsstoffe und die Produktionsbedingungen unserer Kleidung bzw. verdrängen sehr gut die Reportagen, die jeder Mensch mindestens einmal im Abendprogramm gesehen haben muss. Zum anderen achten wir bei allen Konsumgütern, sei es Kleidung, Nahrung, Unterhaltung nur auf den Preis. Dass dabei nicht nur die Umwelt auf der Strecke bleibt können wir sehr kompetent ignorieren – leider!

Vegan im TV – Dank Nicole Just

Aber es geht auch anders. Kleine Labels und Vertriebe achten immer mehr auf sozial und ökologisch korrekt produzierte Kleidung und Lebensmittel. Diese Entwicklung wird von vielen Medienvertretern lapidar als „Trend“ abgetan. Aber es ist viel mehr als das. Schaut man sich die aktuelle Entwicklung in der veganen und fleischlosen Szene an spricht viel dafür, dass sich zumindest vegane Tage innerhalb der Woche etablieren werden. Dazu tragen unter anderen solch kreative Köche wie Nicole Just, die im ARD Buffet kocht, oder Jérôme Eckmeier mit ihren Kreationen bei.  Begünstigt durch öffentliche Debatten, die beispielsweise durch Veröffentlichungen wie den Fleischatlas des BUND angestoßen werden, kann ihre junge, kreative und gesunde Küche Menschen erreichen, die vielleicht vorher von dem dogmatischen Ruf der Szene abgeschreckt waren.

Fair Wear wird Mainstream wird Lifestyle

In Kombination aus frischen Labels, wie Nikkifaktur etwa Róka Fair Clothing, die auf Fairtrade und Bio setzen, ist vegan mehr als ’nur mal‘ aufs Essen zu gucken. Es wird ein Lifestyle und zwar einer der uns selbst, dem Planeten und vor allem den misshandelten Tieren und Menschen zugute kommt, die für unsere Nahrung und Kleidung leiden müssen. Wenn immer mehr umsteigen werden auch bald Preise angepasst. Aber man muss sich vergegenwärtigen wie viel Geld beispielsweise in einem T-Shirt steckt und wie viele Menschen von dem gezahlten Geld bezahlt werden müssen. Von den Baumwollfeldern bis zum Verkauf im Geschäft. Jeder Mensch egal wo auf der Welt muss von seiner Hände Arbeit leben können und bisher ist das nur halbwegs über Fairtrade zu garantieren.