Don't shop – adopt!

don't shop adopt

Seit Januar 2013 sind meine Freundin und ich Mitbewohner von zwei Kaninchen, die wir aus dem Tierheim Düsseldorf gerettet haben. Und ganz ehrlich, natürlich waren wir vorher schonmal in Tier- und Zoofachgeschäften Tiere „gucken“. Und ja wir haben zwischendurch mit dem Gedanken gespielt zwei Kaninchen aus einem solchen Laden zu kaufen. Aber dann kam die Umstellung auf Vegan und diese Überlegung war vom Tisch. Wenn wir uns schon Mitbewohner*innen ins Haus holen, dann nur solche, die aus Tierheimen oder Tierauffangstationen kommen. Denn eine Industrie, die Tiere als Ware sieht und unter grausamen Bedingungen „produziert“ darf nicht unterstützt werden. Gerade bei Hunden und Katzen ist das Aufsuchen von Züchter*innen schon fast an der Tagesordnung. Doch dort wird meist unter Inzucht eine sogenannte „Reinheit“ von „Rassetieren“ erreicht, die zum Einen schwere gesundheitliche Folgen für das Tier hat und zum Anderen auch hohe Folgekosten für die Halter*innen nach sich ziehen können.

In den Tierheimen warten hunderte Tiere darauf von neuen Halter*innen ein neues zu Hause geschenkt zu bekommen. Solltet ihr also mit dem Gedanken spielen euch einen nichtmenschlichen Mitbewohner in euer Leben zu holen denkt daran, dass es sich hier um ein Lebewesen handelt und keineswegs um ein Spielzeug. Rettet lieber Tiere aus den Tierheimen und so grausam es auch manchmal erscheinen mag kauft keine Tiere in Zoo- und Tiergschäften. Zwar werden sie dort meist unter grausamen Bedingungen gehalten und man verspürt die Lust sie mitzunehmen, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen, doch basieren diese Geschäfte auf kapitalistischen Grundsätzen. Das heißt: wird die Ware (in deren Sichtweise sind die Tiere dies leider) verkauft muss neue nachgeordert werden. Kauft ihr also zwei Kaninchen kommen dafür zwei neue nach. Die Züchter*innen sitzen sitzen meist im europäischen Ausland oder zumindest so weit entfernt, dass ein Transport über die Autobahn nötig wird. Wer sich schonmal, und sei es nur am Rande, mit Kaninchen und anderen kleinen Tieren beschäftigt hat weiß, dass dies Fluchttiere sind. Sie geraten unglaublich in Stress, wenn sie gestapelt wie Pakete in Käfigen lange Wege überstehen müssen. Das ist barbarisch. Und mit dem Kauf von Tieren wird diese Praktik und diese Industrie unterstützt.

Tiere in Tierheimen haben meist auch eine grausame Vergangenheit oder durchleben eine Zeit in ihrem Leben, der geprägt ist von Unverständnis und Angst. Allerdings rettet ihr diese Tiere wirklich aus ihrer Situation, denn keiner von ihnen wird für Tierheime gezüchtet. Außerdem unterstützt ihr die Arbeit der Tierheimmitarbeiter*innen, die oftmals viel ihrer Freizeit für die Tiere hergeben und sich meist ehrenamtlich engagieren. Lasst euch nicht von hohen Schutzgebühren abschrecken. Das scheint zwar meist so als würden die Tiere verkauft werden. Allerdings sollen diese Gebühren auch dafür sorgen, dass die Menschen, die sich der Tiere annehmen dies auch wissentlich machen. Sich also der Kosten bewusst sind. Und das Geld sorgt auch für die Kostendeckung der Einrichtung.

Also: adoptieren statt kaufen. 

Noch einige kurze Hinweise zu Kaninchen: 

NIEMALS alleine halten! – Kaninchen sind sehr soziale Tiere und brauchen mindestens einen Artgenossen!

NIEMALS in Käfigen halten! – Wer einmal Kaninchen hat springen, laufen und toben sehen, der weiß, dass Käfige zu klein sind. Und niemand würde auf die Idee kommen Hunde und Katzen in Käfige zu sperren. Warum dann Kaninchen?

NIEMALS am Nacken und den Ohren hoch heben! – Kaninchen schreien nicht, sie haben kaum Mimik und zeigen selten wenn sie Schmerz empfinden. Die Ohren sind extrem empfindlich und der Nackengriff drückt auf viele Nerven und ist extrem schmerzhaft. Kaninchen leiden still!

Mehr Infos gibt es u.a. bei diebrain.de  und kaninchenwiese.de

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