Tiere sind Lebewesen keine Lebensmittel

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Hin und wieder kommt es zu Gesprächen mit Freundinnen und Freunden, der Familie, ArbeitskollegInnen und Menschen im allgemeinen. Dabei schlägt mir manchmal die pure Ignoranz entgegen. Es gibt Meinungen, die sprengen die Grenzen des schlechten Geschmacks. Guten Geschmack kann man bei den meisten FleischesserInnen eh nicht erwarten. Sie fordern Toleranz von VeganerInnen und erwarten, dass man nichts sagt, wenn sie sich Fleisch reinziehen als wäre es Popcorn. Aber über VeganerInnen wird hergezogen. „Dumme Hippies“, „Tofu, ihhhhh ekelhaft“, „Scheiß Gutmenschen“ … Dabei bleibt etwas auf der Strecke und wird verdrängt, vergessen und verleumdet. ALLE Tiere, die auf den Tellern und in den Mägen landen sind sicher nicht freiwillig dort hingekommen. Ihnen wurde gewaltsam das Leben genommen. Und ja ich habe das bis vor kurzer Zeit auch ignoriert. Mein Vergnügen und mein“Recht“ auf Geschmack war mir wichtiger. Das mag hart und selbstgerecht klingen, aber mich nehmen diese Bilder mittlerweile mit und es hat nichts mit Missionierung zu tun oder mit predigen, wenn ich versuche anderen Menschen klarzumachen, dass hinter jeder Packung Schinken, jedem Döner oder Burger eine Maschinerie steckt, die auf Mord, Leid und Qual aufbaut. Ich weigere mich auch diese Begriffe aus der Religion auf mich oder andere VeganerInnen anzuwenden, denn es geht hier nicht um den Glauben an ein möglicherweise existierendes metaphysisches Wesen oder um die Erlösung sondern darum zu begreifen, dass Tiere leiden, sich quälen und sterben wie wir es an ihrer Stelle tun würden. Es ist keine Religion,es ist eine Tatsache, dass Tiere eben Lebewesen sind und keine Vergnügungsmaschinen und Lebensmittel! Das Problem heißt Speziesismus.